Akkus laden, Balancing

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Mr.Eight
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Re: Akkus laden, Balancing

Beitrag von Mr.Eight »

Mal eine Frage...
Wenn eine Zelle die Kapazität verliert, dadurch parallel durch die anderen intakten Zellen tiefentaden wird, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit das sie dann durch den Schaden einen Kurzschluß verursachen kann oder beim Laden überladen wird?

Warum komme ich darauf? Der ECU Akku scheint auch ein LiIon zu sein. Die Kapazität reicht für 20 Stunden.

Ich überlege, drei Zellen parallel zu schalten für den ECU Akku. Wollte mir aber erst einmal Gedanken über die Risiken dazu machen. Denn die Zellen werden nie gebalanced werden, es sei denn, ich baue sie gelegentlich mal aus.

PS. Warum sie da nicht NiMH genommen haben? Die wären froststicherer als LiIon Akkus
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achim
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Re: Akkus laden, Balancing

Beitrag von achim »

Bei Parallelschaltung gibt es kein Balancieren.
Wie denn auch? Logischerweise haben alle Einzelzellen exakt die gleiche Spannung.

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Norbert
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Re: Akkus laden, Balancing

Beitrag von Norbert »

Heikox hat geschrieben:
So 28. Jul 2019, 19:51
5,2A ist das, was das Ladegerät max abgibt. Aber die fließen doch nicht ständig von Anfang bis Ende des Ladevorganges. Das BMS regelt den Ladestrom...
Nö, der Strom sollte schon so bis zum Ende fliessen. Bei Erreichen der Ladeschlusspannung geht er runter aber da ist der Akku dann praktisch voll.

Gruß,
Norbert

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Norbert
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Re: Akkus laden, Balancing

Beitrag von Norbert »

Moin,

Akkubehandlung ist ein komplexes Thema und wir kennen die genaue Technik nicht, die im BMS des Akkus steckt.
Die Ing's von NIU haben sich da schon etwas mit befasst.
Da wird es hier keiner mit Halbwissen (oder teilweise gar Unsinn) besser machen als sie es empfehlen.
Einige Vorschläge hier basieren ja offensichtlich auf Erfahrungen mit NiMh, das ist nun wirklich Unsinn.
Es sollte sich von uns keiner einbilden, es besser zu wissen als die Ings von Niu.

Gruß,
Norbert

Heikox
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Re: Akkus laden, Balancing

Beitrag von Heikox »

Norbert hat geschrieben:
Mo 29. Jul 2019, 01:37
Heikox hat geschrieben:
So 28. Jul 2019, 19:51
5,2A ist das, was das Ladegerät max abgibt. Aber die fließen doch nicht ständig von Anfang bis Ende des Ladevorganges. Das BMS regelt den Ladestrom...
Nö, der Strom sollte schon so bis zum Ende fliessen. Bei Erreichen der Ladeschlusspannung geht er runter aber da ist der Akku dann praktisch voll.

Gruß,
Norbert
Er sollte... sollte... :-) Warum behauptest du etwas? Häng einfach ein Strommessgerät dran, so wie ich, dann siehst du, dass er nicht tut, was er sollte...

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Alf
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Re: Akkus laden, Balancing

Beitrag von Alf »

Genau.
Besorg Dir sowas hier:
https://www.reichelt.de/stromzange-digi ... 8276.html
Dann hört auch der Unsinn auf.
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Re: Akkus laden, Balancing

Beitrag von GorchFock »

Moin,
nur der kleine Hinweis, dass mit diesem Messgerät nur das Messen des Stroms *eines* Leiters möglich ist, und eine Verwendung für die Messung im Bereich Anschlusskabel des Netzteils oder der Batterie (bzw. Akku) nicht möglich ist. ( Erklärung )
Nicht, dass hier jemand so ein Gerät kauft, um dann zu merken, dass das Verwenden nicht so einfach möglich ist, wie gedacht.

Es gibt (wesentlich teurere) Messgeräte, die können auch so etwas.

Oder, wenn man eine "unterwiesene Fachkraft" (Elektriker, etc.) ist, kann man sich entsprechende Messadapter bauen, um zumindest den Primärstrom des Ladegeräts zu messen. Für die Sekundärseite wird das etwas schwieriger, man bräuchte passende Stecker und Kupplungen. Und den Sachverstand ..

Allen anderen kann ich nur abraten, sich daran zu machen, so etwas zu probieren.
Sicherlich gibt es reichlich YT-Videos, die alles zeigen und erklären, aber ohne entsprechenden Sachverstand ein gefährliches Unterfangen, speziell bei Spannungen über 42V (siehe VDE-Vorschriften, etc., etc. )

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Mr.Eight
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Re: Akkus laden, Balancing

Beitrag von Mr.Eight »

achim hat geschrieben:
Mo 29. Jul 2019, 01:21
Bei Parallelschaltung gibt es kein Balancieren.
Wie denn auch? Logischerweise haben alle Einzelzellen exakt die gleiche Spannung.
Achim... Du hast recht... wieder zu viel um die Ecke gedacht.
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Norbert
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Re: Akkus laden, Balancing

Beitrag von Norbert »

Alf hat geschrieben:
Mo 29. Jul 2019, 09:50
Genau.
Besorg Dir sowas hier:
https://www.reichelt.de/stromzange-digi ... 8276.html
Dann hört auch der Unsinn auf.
Heikox hat geschrieben:
Mo 29. Jul 2019, 07:09
Norbert hat geschrieben:
Mo 29. Jul 2019, 01:37
Heikox hat geschrieben:
So 28. Jul 2019, 19:51
5,2A ist das, was das Ladegerät max abgibt. Aber die fließen doch nicht ständig von Anfang bis Ende des Ladevorganges. Das BMS regelt den Ladestrom...
Nö, der Strom sollte schon so bis zum Ende fliessen. Bei Erreichen der Ladeschlusspannung geht er runter aber da ist der Akku dann praktisch voll.

Gruß,
Norbert
Er sollte... sollte... :-) Warum behauptest du etwas? Häng einfach ein Strommessgerät dran, so wie ich, dann siehst du, dass er nicht tut, was er sollte...
Moin,

Warum denn so unfreundlich?
Hier hat punkerfinder mal eine Ladung aufgezeichnet.
viewtopic.php?f=63&t=7819&hilit=ladekurve&start=170
Man sieht die Leistung kontinuierlich ansteigen, das sind konstanter Strom und die steigende Spannung, bis die Ladeschlussspannung erreicht ist. Dann sinkt die Leistung (der Ladestrom) und es gehen dabei noch 300Wh oder 15% rein.
Das ist erstaunlich viel für Li-Akkus, im Modellbau ist das erheblich weniger. Das dürfte an dem deutlich höheren Innenwiderstand der Zellen liegen. Würde man sie mit 2A laden, wäre das sicherlich deutlich weniger.
Also stimmt meine Aussage insofern nicht, daß der Akku bei erreichen der Ladeschlussspannung "praktisch voll" sei, er ist bei 85%. Bis dahin ist der Strom aber konstant.

Gruß,
Norbert

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